01/21/2021
Ski-Superstar Marcel Hirscher verliert gegen 11-jährigen

Ski-Superstar Marcel Hirscher verliert gegen 11-jährigen

Der Österreicher Marcel Hirscher hat in den letzten Jahren den Ski-Weltcup nach Belieben dominiert. Nach seinen Seriensiegen und unzähligen Medaillen bei Großereignissen, wie Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften, entschloss sich der Star im Vorjahr zum Rücktritt. Seither kümmert sich Hirscher vermehrt um seine Familie und seine Werbepartner. Doch nun meldete sich der ehemalige Skirennläufer zurück. Das passierte ausgerechnet zum Ski-Saisonauftakt in Sölden. Doch der achtmalige Gesamtweltcupsieger trat nicht auf Skiern, sondern auf einem Motorrad an.

Niederlage im TV

Schauplatz war eine Show im Fernsehen. Bei „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“ trat Hirscher gegen einen erst 11-jährigen Konkurrenten an. Dabei ging es darum mit dem Motorrad möglichst lange auf einem zehn Meter Langen Balken zu balancieren. Die Schwierigkeit bestand darin das Gleichgewicht zu halten, ohne vom Balken zu fallen. Dabei fand der Sportstar in dem Gegner Fabio seinen Meister. Moderator Kai Pflaume führte durch die Show, die eine klare Niederlage von Hirscher brachte. Denn dessen Gegner machte seine Sache richtig gut. Die beiden Gegner traten mehrfach gegeneinander an. Bereits im zweiten Durchgang musste Hirscher nach nur 8,6 Sekunden aufgeben, Fabio hingegen hielt 1,42 Minuten durch und gewann das Duell. Der ehemalige Weltklasse-Skirennläufer erwies sich jedoch als fairer Verlierer. Er gratulierte seinem 11-jährigen Gegner herzlich und nahm seine ungewohnte Rolle als Verlierer hin.

Vom Motocross zu MotoGP

Das ganze Training im Vorfeld hatte Hirscher nichts genutzt. Immerhin konnte er auf nützliche Tipps seines Freundes Matthias Walkner zurückgreifen. Der hatte schon die Rallye-Dakar für sich entschieden. Hirscher selbst gilt als begeistertet Motorradfahrer. Vor etwas mehr als einem Jahr wagte er einen ersten Ausflug auf einem MotoGP-Bike. Danach sprach er davon, dass er nie zuvor eine solche Beschleunigung erlebt habe. Für ihn ging damals ein Traum in Erfüllung. Nach etwas mehr als zwei Tagen Motorrad-Fahren auf dem Red Bull-Ring in Spielberg zeigte er sich von der Maschine begeistert. Unter der Anleitung von KTM-Pilot Johann Zarco stieg Hirscher auf das Motorrad und versuchte sich als Rennfahrer.

Als passionierter Motocross-Fahrer brachte er schon etwas an Erfahrung mit. Doch vom Tempo der MotoGP-Maschine war er dann doch überrascht. Er habe erstmals selbst am eigenen Körper gespürt, was die Piloten im Rennen leisten, sagte er bei der anschließenden Pressekonferenz. Mit einer 270-PS-starken Maschinen zu fahren, die lediglich 170 Kilogramm schwer sei, haben ihn begeistert. Doch mit den Knien am Boden zu fahren habe er sich noch nicht getraut. Sein Coach sei vor ihm gefahren und habe ihm mit dem Zeigefinger am Asphalt gezeigt, wann es Zeit sei weiter unten zu fahren.

Vom Motocross zu MotoGP
Vom Motocross zu MotoGP

Bei aller Freude am Fahren zeigte Hirscher dennoch großen Respekt. Er sei weit entfernt davon in einem echten Rennen an den Start zu gehen, selbst in unteren Klassen. Schließlich sei sein Probetraining nichts anderes als spazieren fahren gewesen. Es habe großen Spaß gemacht, doch er wolle und müsse auf seinen Körper achtgeben. Als Hobby könne er sich jedoch in Zukunft das Fahren mit Straßenmaschinen durchaus vorstellen. Angst um seine Gesundheit habe er nicht verspürt. Schließlich weiß jeder wie wichtig und wertvoll ihm sein Körper und seine Gesundheit seien.