03/09/2021
Kult-Motorräder bringen viel Geld ein

Kult-Motorräder bringen viel Geld ein

Motorräder versprechen Emotionen und Träume. Die Erfüllung eines solchen lassen sich die Hersteller der Bikes mitunter teuer bezahlen. Doch das ist noch gar nichts, im Vergleich zu jenen Preisen, die für legendäre Marken aufgerufen werden. Bestes Beispiel dafür ist die unumstrittene Kultmarke Harley-Davidson. Sie verbindet man gemeinhin mit dem genussvollen Fahren auf zwei Rädern. Längst sind die Motorräder der amerikanischen Schmiede nicht nur mehr ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Kultobjekt geworden. Der einzigartige Hersteller aus den USA setzt auf mechanisches Know-how, Status und Image. Dieses Rezept geht seit Jahrzehnten auf.

Born To Be Wild

Den Mythos rund um Harley-Davidson hat sicherlich auch Hollywood mitgeprägt. Schließlich verbindet man mit der Kultmarke nach wie vor den Film „Easy Rider“ von Dennis Hopper aus dem Jahr 1969. Obwohl es schon mehr als fünfzig Jahre her ist, dass die beiden Outlaws auf ihre Maschinen stiegen, um den Duft der Freiheit zu genießen, steht der Film immer noch wie kein anderer für das Lebensgefühl der 1960er Jahre. Seither darf sich jeder Harley-Davidson-Fahrer als Rebell fühlen.

Die Kunden lieben diese Maschinen einfach und leisten sich den Luxus gerne. Immerhin ist die Zahl der Harley-Verehrter mit den Jahren immer weiter gewachsen. Zahlreiche Fans, die die Bikes in ihrer Jugend lediglich aus der Ferne bewundert haben, sind nun in bürgerlichen Berufen angekommen. Dementsprechend breit ist die Kundschaft des US-Unternehmens aufgestellt. Vom Rocker bis zum Anwalt setzten zahlreiche Motorrad-Fans auf Harley-Davidson. Die Zielgruppe der Maschinen reicht von 35-Jährigen bis zu 60-Jährigen. Wer sich als wahrer Fans outen möchte, hat oft mehr als eine Harley-Davidson zu Hause in der Garage stehen.

Schließlich handelt es sich bei den Bikes auch um Wertanlagen. Seltene Exemplare erzielen seit Jahren Rekordwerte. So kostete eine Harley Knucklehead aus dem Jahr 1936 schon vor Jahren mehr als 30.000 Euro. Sammler benötigen eine dicke Brieftasche, wenn sie ihre Sammlung erweitern möchten. Die Preis-Range beginnt bei Modellen aus der Nachkriegszeit bei rund 20.000 Euro. Dazu muss das Bike allerdings gut erhalten sein. Eine Harley-Davidson Panhead im Starr-Rahmen aus dem Jahr 1948 kostet mehr als 25.000 Euro. Das beweist, dass das Geld für den Kauf der Kultmarke nicht verloren ist. Natürlich unterliegen die Preise auch den Entwicklungen auf den Märkten. Kommt es zu einer schwerwiegenden Finanzkrise, können diese schon einmal nachgeben. Doch bisher siegte stets die Emotion über dem Verstand. Harley-Davidson bleibt offenbar immer angesagt. Immer wieder kommt es zu der Situation, dass die Händler die enorme Nachfrage nach den Kult-Motorrädern nicht mehr befriedigen können.

Born To Be Wild
Born To Be Wild

Besonders beliebt unter Sammlern sind amerikanische Maschinen. Das betrifft vor allem historische Modelle. Sie gelten als fixer Bestandteil der amerikanischen Kultur und sind dementsprechend gefragt. Doch auch europäische Modelle sind gefragt. Ein gutes Beispiel dafür sind die Motorräder von BMW. Alles, was vor dem Jahr 1950 auf den Markt kam, ist sehr begehrt. Die Bikes beweisen auch heute noch die hohen technischen Standards jener Zeit. Ihre Qualität und Langlebigkeit sind nach wie vor beeindruckend. So kostet beispielsweise die BMW R 69 S mehr als 20.000 Euro. Eine R 37/500 aus dem Jahr 1929 sogar deutlich über 35.000 Euro. Die R 51 RS von 1938/39 kostet gar bis zu 50.000 Euro. Wer also ein gut erhaltenes Modell sein Eigen nennt, darf sich glücklich schätzen. Die Motorräder der Vergangenheit taugen immer noch als Investition für die Zukunft.