03/09/2021
Diese Motorradfahrer sind berühmt

Diese Motorradfahrer sind berühmt

Motorradfahren begeistert Menschen aller Altersklassen und Gesellschaftsschichten. Nicht nur einsame Außenseiter suchen auf ihrem Bike die Freiheit und die unendlichen Weiten der Landstraßen, auch die Prominenten geben sich gerne ihrem Hobby hin. Zahlreiche Stars und Persönlichkeiten der Geschichte waren und sind große Motorrad-Fans. Sie haben nicht nur ihre Motorräder berühmt gemacht, sondern mit selbst mit dem Image des Rebellen gespielt.

Bestes Beispiel dafür sind zahlreiche Filmstars. Da wären zunächst einmal die legendären Schauspieler James Dean und Marlon Brando. Letzterer prägte mit seinem Auftritt in dem Film „Der Wilde“ gar eine ganze Generation. Seit der Jahrhundertschauspieler in Jeans, weißem T-Shirt und Lederjacke erstmals auf der Kinoleinwand erschien, war das Bild den unbeugsamen Rebellen für immer geprägt. Brando war auch privat ein leidenschaftlicher Motorradfahrer. Das galt auch für das große Jugendidol der 1950er Jahre. James Dean lebte seine Leidenschaft für schnelle Motoren auch privat exzessiv aus. Das galt nicht nur für Motorräder, sondern auch für schnelle Autos. Sein Faible für die Geschwindigkeit ging so weit, dass ihm die Produzenten seines letzten Films „Jenseits von Eden“ ein Fahrverbot erteilten.

Sie fürchteten um ihren Film, schließlich trat der Star abseits der Dreharbeiten auch bei Rennen an. Die Angst war nicht umsonst. Deans Motorradtouren endeten mehrfach auf dem Asphalt. Er fuhr zu schnell, missachtete rote Ampeln und lebte auch sonst auf der Überholspur. Wenig später sollten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten. James Dean starb 1955 kurz nach Abschluss der Dreharbeiten zu „Jenseits von Eden“ bei einem Autounfall. Arnold Schwarzenegger fährt nicht nur auf der Leinwand Harley-Davidsons, sondern auch privat. Schon seit Jahrzehnten lässt sich der passionierte Harley-Fahrer gerne mit seiner Maschine abbilden. Er gilt mit seinem Auftritt in Terminator 2 als einer der besten Werbeträger für den amerikanischen Hersteller.

Vom Revolutionär über den Rocker bis zum Autor
Vom Revolutionär über den Rocker bis zum Autor

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Doch das Flair von Motorrädern hat auch bei anderen Persönlichkeiten ihre Spuren hinterlassen. Der Mythos rund um den Revolutionär Che Guevara umfasst auch eine legendäre Reise auf dem Motorrad. Als junger Medizinstudent reiste Che im Jahr 1952 mit einem Freund auf dem Motorrad durch Südamerika. Seine Eindrücke von dem Kontinent hielt er in seinem Tagebuch fest. Die persönlich erlebte Armut der Menschen soll ihn in seiner zukünftigen politischen Haltung geformt haben. Er selbst gab immer wieder an, dass diese Reise die Geburtsstunde des Revolutionärs Che Guevara bedeutet habe. Ein ganz anderer Revolutionär war da Ralph Barger. Der Gründer der Hells Angels formierte die berühmteste Motorradbande der Welt. Was als Gruppe junger Motorradfahrer ohne Geld begann, endete als kriminelle Bande, die in zahlreichen amerikanischen Städten randalierten.

Revolution war auch das große Thema des Autors George Orwell. Seine Utopie „1984“ gilt als Meilenstein der dystopischen Literatur. Als er den Klassiker verfasste, fuhr Orwell mit einem altersschwachen Motorrad auf der schottischen Insel „Isle of Jura“ umher. Seine „Royal Enfield“ blieb dabei immer wieder in den einsamen Landschaften liegen. Das schuf jede Menge Probleme für den kranken Autor. Immerhin lässt sich das Bike nur mit einem elektrischen Anlasser wieder starten. Doch das ließ Orwell nicht aufgeben. Er liebte sein Motorrad offenbar so sehr, wie unzählige andere Biker auch und wollte sich nicht davon trennen.