03/09/2021
Das waren Meilensteine der Motorrad-Geschichte

Das waren Meilensteine der Motorrad-Geschichte

Motorrad-Fans sind auch nicht vor Nostalgie gefeit. In der langen Geschichte des Motorrads haben die Produzenten zahlreiche spektakuläre Modelle entworfen, die bis heute begeistern können. Sie haben sich den Status einer Legende erarbeitet. Sie waren bereits während ihrer Markteinführung der Zeit weit voraus und haben ihre Nachfolger entscheidend geprägt. Einige von ihnen konnten ihren Ruhm durch den Einsatz in Hollywood-Filmen noch weiter steigern. Basis aller Modelle war ohne Zweifel die sogenannte Laufmaschine des Erfinders Karl Drais. Diese erinnert zwar nur am Rande an ein heutiges Motorrad, doch die Erfindung aus dem Jahr 1817 ist das Fundament aller Motorräder.

Die Veteranen

Der deutsche Fahrzeugbauer BMW brachte im Jahr 1923 die BMW R 32 auf den Markt. Es handelte sich dabei um das allererste Motorrad von BMW überhaupt. Sie nahm bereits Monate vor ihrer Markteinführung an einem prestigeträchtigen Rennen teil. Der Prototyp der BMW R 32 war bei der „Fahrt durch Bayerns Berge“ zu sehen. Dieses Rennen wurde vom Automobil-Club München veranstaltet. Erst im Herbst 1923 war es dann so weit. Die Öffentlichkeit konnte das brandneue Modell erstmals erwerben.

Bereits ab dem Jahr 1911 stellte die Firma Indian ihre Indian Bahnrennmaschine her. Das Motorrad wurde fünfzehn Jahre lang fast unverändert gebaut. Es handelte sich dabei um eines der ersten Motorräder der Welt, dessen Zylinderköpfe vier Ventile aufweisen konnte. Im Jahr 1920 sorgte die Maschine für Aufsehen und wurde zur Legende. Der Rennfahrer Ernest Walker stellte auf einer Indian-Bahnrennmaschine den ersten offiziell anerkannten Geschwindigkeitsrekord auf.

Die Filmstars

Wer den Namen „Easy Rider“ hört, denkt fast automatisch an Motorräder. Die beiden modifizierten Harley-Davidsons hörten im Film auf den Namen Billy Bike und Captain America. Auf ihnen fuhren die beiden Hauptdarsteller Peter Fonda und Dennis Hopper quer durch die USA. Die Atmosphäre, der unbändige Wille nach Freiheit und die tolle Musik machten den Film zum Kult und seine Darsteller zu Stars. Selbst der damals junge Jack Nicholson, der in einer Nebenrolle auftrat, startete damit seine Karriere. Damit war die Kinokarriere von Harley-Davidson allerdings noch lange nicht am Ende. Jahrzehnte später hatte die Fatboy in der Fortsetzung von Terminator ihren großen Auftritt. Der bullige Chopper war zweifellos einer der Stars des Films. Nochmal 20 Jahre später brachte das Unternehmen sogar zum 20-jährigen Jubiläum des Films eine limitierte Sonderauflage des Motorrads auf den Markt.

Die Filmstars
Die Filmstars

Steve McQueen galt zeit seines Lebens als großer Motorrad-Fan. Als es bei den Dreharbeiten zum Filmklassiker „Gesprengte Ketten“ darum ging mit einer Triumpf TT Special über einen Zaum zu springen, ließ er sich den Stunt nicht nehmen und führte ihn selbst aus. Dabei handelte es sich bei dem Auftritt der Triumpf TT Special eigentlich um einen Fake. Zum Zeitpunkt der Flucht im Film gab es das Motorrad noch gar nicht. Doch der kleine Schwindel zahlte sich aus, die Maschine erwarb sich mit dieser Szene einen legendären Ruf, ihr Auftritt ging ebenfalls in die Filmgeschichte ein. Motorrad-Fans wird immer noch warm ums Herz, wenn sie diese legendären Bikes im Einsatz sehen. Sie haben sich ihren Ruf redlich verdient.